Frankreich Road-Trip 2/5: Mâcon -> Montpellier -> Nîmes

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Die erste Nacht im Zelt war, wie zu erwarten, zwar irgendwie aufregend und neu, aber auch absolut nicht erholsam. Was aber eventuell auch daran liegen durfte, dass irgendwo in diesem riesigen Industriegebiet eine Disko war und dort bis genau nachts um vier Uhr Musik gespielt wurde. Was ein Glück, dass ich noch ein Paar Ohropax eingepackt hatte – nur für alle Fälle. So war der Geräuschpegel fast angenehm.

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Am nächsten Morgen genossen wir das erste französische Baguette und waren quasi im siebten Himmel. Denn die sind wirklich geschmacklich nicht vergleichbar mit denen, die man in Deutschland kaufen kann und die hier immer so merkwürdige Namen haben, wie Flöti, Franzosen, etc. Glücklicherweise hatten wir bis Montpellier auch nur noch knappe 370 km und kamen nach langem Suchen auch nach fünf Stunden endlich bei unserer Freundin an. Wir haben zugegebener Maßen aber auch noch einen wunderschönen Stopp am Porte du Soleil eingelegt, um den Zikaden zu lauschen und das sich bessernde Wetter zu genießen.

Ise, die besagte Freundin, bei der wir einen Zwischenstopp einlegten, kenne ich noch aus meiner Au-Pair-Zeit in Lyon. Wir trafen uns damals in der Sprachenschule und waren total begeistert, als wir feststellten, dass wir in Deutschland nur 20 km auseinander wohnten. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und von daher war es auch klar, dass wir sie in Montpellier besuchen würden, so lange sie dort noch ihre Auslandssemester macht. In Montpellier war ich zuletzt vor genau vier Jahren, als wir dort in der 13. Klasse unsere Abschlussfahrt machten und ich hatte vollkommen vergessen wie wunderschön diese Stadt ist. Wir ließen uns von Ise einmal quer durch die ganze Stadt führen und genossen es, nicht entlang der großen Touristenmeilen zu schlendern, sondern einen Einblick zu bekommen, wie ihn eben nur jemand vermitteln kann, der dort lebt.

Für den nächsten Tag hatten wir einen gemeinsamen Ausflug zum Strand geplant. Ganz genau hatten wir uns noch nicht überlegt, wie wir mich ans Wasser bekommen wollten, denn der Sand war definitiv zu fein und zu tief, um ich mit dem Rolli dort hindurch zu karren. Eigentlich war es geplant, dass der Lukas mich auf dem Rücken tragen sollte und wir den Rollstuhl einfach nachholen würde. Doch als wir mit dem Auto in Strandnähe auf Parkplatzsuche waren, entdeckten wir, dass der Strand dort teilweise neu gemacht und nun einige Holzbretter verlegt worden waren. Wir hatten unsere Hoffnung, dass diese eventuell bis ans Wasser gelegt sein könnten und parkten einfach kurzerhand unser Auto. Als wir ankamen stellten wir jedoch ernüchtert fest, dass die Platten nur bis zu einer Holzrampe verlegt worden waren, die zum Poste de Secours (der Strandaufsicht) führte. Weil wir nicht kampflos aufgeben wollten, gingen wir kurzerhand die Rampe hinauf und schilderten unser Problem den dortigen Rettungsschwimmern, in der Hoffnung, sie würden uns beim Tragen helfen. Plötzlich verschwand jedoch einer der Männer und kehrte mit einem Strandrollstuhl im Schlepptau zurück. Ich staunte nicht schlecht, als man mir anbot, dass ich mir diesen einfach so, kostenlos, leihen könne und sie auch in der Zwischenzeit auf meinen Allltagsrolli aufpassen würden, damit der nicht so sandig wird. Strahlend ließ ich mich von Lukas und Ise über den Strand ziehen und fühlte mich ein bisschen wie eine Prinzessin auf einer Sänfte, vor allem, weil ich von allen anderen Leuten am Strand genauso angestarrt wurde.

Das Wunderbarste war jedoch, dass der Strandrolli einfach ins Wasser geschoben werden konnte und dort schwamm! Also ließ ich mich ins tiefere Wasser treiben, stieg dort aus dem Stuhl und schwamm meine erste Runde im Meer. Meine erste Runde, seit ich nicht mehr laufen kann. Es war ein wunderbares Gefühl und ich legte mich aufs Wasser, um mich von den Wellen ein wenig treiben zu lassen.

Rein theoretisch hätte es für mich einfach ewig so bleiben können, doch wir wollten an diesem Tag ja noch Nîmes erreichen, also packten wir gegen Nachmittag unser Zeug zusammen (das Auto war schon am Morgen gepackt worden), verabschiedeten uns von Ise und machten uns auf die letzte Stunde Fahrt zu unserem Ibis Hotel. Eine Nacht im Hotel brauchten wir einmal für unsere Rücken, weil die bei der vielen Sitzerei im Auto und den beiden Nächten auf den Isomatten etwas gelitten hatten. Doch natürlich wollten wir uns auch wenigstens ein paar Ecken dieser tollen Stadt anschauen, weshalb wir am nächsten Morgen schon recht zeitig aufbrachen, um nicht vollkommen in der Mittagshitze unterwegs zu sein. Wahrscheinlich aufgrund der vielen großen Platanen, unter deren Kronen es immer so wunderbar schattig war und man den Zikaden lauschen konnte, verschlug es uns in die Jardins de la Fontaine.

Glücklicherweise hatten man wenigstens bei einem Teil dieses Parks an Rollstuhlfahrer und Paare mit Kinderwagen gedacht, sodass dort einige Rampen ausgelegt waren, um wenigstens die kleineren Treppen überwinden zu können. Bei der größten Treppe jedoch gab es weder eine Rampe, noch eine andere Möglichkeit diese zu umgehen, weshalb wir die Route änderten und uns auf die Suche nach einem kleinen Café begaben. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Reihe Springbrunnen vorbei und ich kam bei den 35° C im Schatten nicht umhin, mitten hindurch zufahren und dabei absichtlich etwas nass zu werden.

Nach unserer Erfrischung war es für uns wieder Zeit, sich von Nîmes zu verabschieden und die letzte Stunde auf uns zu nehmen, um unser größeres Zwischenziel: Saintes Maries de la Mer zu erreichen. Doch mehr dazu beim nächsten Mal…

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Falls Ihr die anderen Teile unserer Reise noch nicht kennt:
Frankreich Road-Trip 1/5: Gießen -> Mâcon
Frankreich Road-Trip 2/5: Mâcon -> Montpellier -> Nîmes
Frankreich Road-Trip 3/5: Saintes-Maries de la Mer -> Avignon
Frankreich Road-Trip 4/5: Bédoin

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1 Kommentar

  • Super geschrieben und total interessant.
    Der Strandrolli ist ja ein tolles Dinge und mich erstaunt, dass die das dort haben und einfach ausleihen.
    Auch toll wie ihr eurer Leben meistert – Respekt, es ist sicherlich nicht immer einfach.
    Aber ihr gebt mit eurem Blog vielen Mut – weiter so.